Themen: Sport, Gesellschaft, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Swiss Sport Integrity (SSI) hat erneut Untersuchungen gegen Daniel Blaser, Headcoach des Basler Ruder-Clubs, und den Verein eingeleitet. Junge Athletinnen und Athleten berichteten von Verletzungen nach Trainings, psychischer und physischer Gewalt sowie Machtmissbrauch. Blaser weist die Vorwürfe zurück und verweist darauf, dass bisher keine Ethik-Verstösse festgestellt worden seien. Auch eine frühere tätliche Auseinandersetzung zwischen ihm und dem Vater eines Athleten führte laut einem internen Bericht zu keiner entsprechenden Feststellung durch die SSI. Der Ruderverband Swiss Rowing erklärt, das Ethik-Statut von Swiss Olympic sei für seine Mitglieder verbindlich, die Beurteilung liege aber bei der Beschwerdestelle. Der Club erhielt in drei Jahren mindestens 235’000 Franken aus den Sportämtern beider Basel. Basel-Landschaft kann Beiträge bei festgestellten Verstössen kürzen oder zurückfordern; Basel-Stadt prüft diese Möglichkeit im Rahmen einer Verordnungsrevision. Behörden erfahren nach eigener Darstellung erst nach Abschluss eines Verfahrens davon.