Themen: Gesundheit, Wissenschaft
Regionen: International, International Unbestimmt
Neun Kinder haben weltweit nach einer Behandlung mit der Novartis-Gentherapie Zolgensma einen Tumor entwickelt. In zwei Fällen wurde genetisches Material des für die Therapie verwendeten Vektors in der DNA der Betroffenen gefunden. Beide Kinder wurden laut Novartis behandelt und stehen weiterhin unter ärztlicher Beobachtung. Von drei näher untersuchten Tumoren scheint einer keinen Zusammenhang mit der Behandlung aufzuweisen, berichtet die britische Patientenorganisation SMA UK. Weitere Angaben der Aufsichtsbehörden werden erwartet. Zolgensma behandelt die seltene genetische Erkrankung spinale Muskelatrophie mit einer einmaligen Infusion bei Kindern unter zwei Jahren. Dabei wird eine funktionierende Kopie des defekten Gens in die Zellen eingebracht. Laut Novartis erhielten seit der Zulassung mehr als 6000 Menschen das Mittel. Das potenzielle Tumorrisiko durch die Integration von Vektor-DNA sei bereits in der Packungsbeilage aufgeführt.