Themen: Klima&Energie, Technologie, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Neue Kernkraftwerke könnten nach einer Studie der Stiftung TA-Swiss winterliche Stromengpässe in der Schweiz mindern. Die Untersuchung unter Leitung von Peter Burgherr vom Paul-Scherrer-Institut bewertet die Folgen neuer Reaktoren bis 2070. Da bestehende Anlagen sich dem Ende ihres Betriebszyklus nähern, wäre ein Ersatz langfristig relevant. Zwischen einer Machbarkeitsanalyse und der Inbetriebnahme einer neuen Anlage vergingen jedoch etwa 20 Jahre. Würden die Arbeiten 2040 beginnen, könnte ein Werk frühestens Ende der 2040er- oder Anfang der 2050er-Jahre ans Netz gehen. Lange Bewilligungsverfahren und mögliche lokale Referenden tragen zur Verzögerung bei. Simulationen zufolge könnten neue Anlagen die Grosshandelspreise für Strom leicht senken. Die Baukosten seien allerdings sehr hoch und mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Internationale Vergleichsprojekte hätten wiederholt starke Kostensteigerungen und Terminüberschreitungen verzeichnet. Eine rein private Finanzierung ohne staatliche Risikoteilung gilt daher als kaum realisierbar.