Themen: Wirtschaft/Finanzen, Technologie
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Swisscom will ab 2027 Technologie- und Unternehmensdienstleistungen in Portugal erbringen lassen. Zunächst sollen 40 Stellen betroffen sein, später bis zu 200. Lissabon wäre nach Riga und Rotterdam der dritte Auslandsstandort für IT- und Serviceleistungen; externe Callcenter bestehen bereits im Kosovo, Polen und Bulgarien. Dem stehen laut Bericht mehrere tausend in den vergangenen Jahren in der Schweiz abgebaute Stellen gegenüber, darunter Hunderte im ersten Halbjahr. Gleichzeitig sei der Reingewinn um 7 Prozent gestiegen. Kritisiert werden zudem breit angehobene Abopreise seit dem Frühjahr bei Swisscom, Wingo und Angeboten mit Migros. Swisscom begründet die Erhöhungen mit der Teuerung. Der Beitrag stellt dagegen einen Zusammenhang mit dem italienischen Geschäft her, wo die Tochter Fastweb unter Preisdruck steht und sinkende Telekomumsätze zunehmend durch Strom- und Gasangebote ausgleicht. Die Auslagerung sichere laut Konzern letztlich den Standort Schweiz; der Bericht bezweifelt diese Begründung und verweist auf Kundendienst aus dem Ausland.