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«Opéra­tion Papyrus»: Der Kanton Neuchâtel ermög­licht einigen Sans-Papiers einen gere­gelten Aufenthaltsstatus

Das Lamm
«Opéra­tion Papyrus»: Der Kanton Neuchâtel ermög­licht einigen Sans-Papiers einen gere­gelten Aufenthaltsstatus

Themen: Migration/Asyl, CH-Politik, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Romandie

Der Kanton Neuchâtel führt ab dem 1. September 2026 ein Verfahren zur Regularisierung von Sans-Papiers ein. Das Kantonsparlament beschloss die Regelung im Februar 2024 mit den Stimmen aller Parteien ausser der SVP. Personen, die seit mehr als zehn Jahren in der Schweiz leben, können während 15 Monaten vergleichsweise unbürokratisch einen legalen Aufenthaltsstatus beantragen. Die Regelung orientiert sich an der Genfer Opération Papyrus, durch die 2017 rund 2800 Sans-Papiers regularisiert wurden. Sans-Papiers leben ohne gültigen Status unter Strafbarkeitsrisiken und sind in vielen Bereichen eingeschränkt: Sie können kaum Verträge abschliessen, nicht legal arbeiten und sind weitgehend vom Gesundheitssystem ausgeschlossen. Auch Personen, die ihren Aufenthalt etwa durch Wohnraum erleichtern, können sich strafbar machen. Das Neuenburger Verfahren soll neben einem geregelten Status auch weitgehende Straflosigkeit für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ermöglichen. Nach Ablauf der Frist gelten wieder die bisherigen Regeln.

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