Prometheus: Der unabhängige Medienspiegel der Schweiz

Seite wird geladen …

Zum Inhalt springen
Zurück zur Übersicht

Opioidkrise: Impfung gegen Fentanyl soll helfen

Infosperber
Opioidkrise: Impfung gegen Fentanyl soll helfen

Themen: Gesundheit, Wissenschaft

Regionen: International, Nordamerika, Europa

ARMR Sciences führt in den Niederlanden erste Studien mit einem Impfstoff gegen Fentanyl durch. Die Vakzine soll Antikörper erzeugen, welche die Droge im Blut binden, bevor sie rasch ins Gehirn gelangt und bei Überdosierung einen Atemstillstand auslösen kann. Bei dreifach geimpften Ratten zeigten sich nach hochtoxischen Fentanyl-Dosen keine auffälligen Vergiftungssymptome; beim Menschen ist die Wirkung jedoch ungeklärt. Fentanyl ist etwa 120-mal stärker als Morphium und zählt in den USA zu den Hauptursachen der vielen Drogentodesfälle. Der Impfstoff enthält ein nicht berauschendes Fentanyl-Fragment sowie Immunstimulanzien. Erfahrungen mit Impfungen gegen Nikotin oder Kokain zeigen, dass Menschen oft zu wenig oder nicht ausreichend spezifische Antikörper bilden und Konsumierende eine Wirkung durch höhere Dosen umgehen könnten. Auch Sicherheit, Auffrischungen und Einsatz bei Abhängigkeit müssen erst untersucht werden.

Infosperber

Zum Originalartikel