Themen: Sport, Gleichstellung, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Europa
Evangelikale Netzwerke nutzen Gebete und christliche Jubelgesten von Fussballprofis nach Darstellung des Beitrags gezielt für Missionsarbeit. Der deutsche Nationalspieler Felix Nmecha betete an der Weltmeisterschaft mit Spielern im Mittelkreis und zeigte wiederholt Gesten, die Jesus Christus als König darstellen sollen. Nmecha gehört zu «Ballers in God», dessen Gründer John Bostock Kontakte zu reaktionären evangelikalen Kreisen pflegen soll. Der Beitrag verweist zudem auf von Nmecha gelikte homofeindliche Beiträge und ein Video mit einem Buch des Predigers Myles Munroe, der Frauen abwertend beschrieben habe. Auch die Schweizer Nationalspieler Rubén Vargas und Johan Manzambi fallen mit religiösen Gesten auf. Vargas erklärte, er sei beim Wechsel von Luzern nach Augsburg von Mitspieler Felix Uduokhai zum Glauben gebracht worden. Weder Spieler noch Schweizerischer Fussballverband nahmen Stellung. Kritisiert wird auch die Fifa: Sie verbot in Katar die «One Love»-Armbinde als politisches Zeichen, toleriere aber fundamentalistische Glaubensdemonstrationen.