Themen: Gesundheit, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Kritische Gläubiger bezweifeln, dass die Leitung des Spitals Wetzikon für ihren Sanierungsplan die erforderliche Mehrheit der Fremdkapitalgeber gewinnt. Clearway Capital, das die Gegner anführt, erklärte in einem Schreiben an die Gläubiger, bei einer Übernahme durch die Ostschweizer Betreiberin Thurmed erhielten Investoren nur rund 33 Prozent. Zusätzliche Zahlungen der GZO-Spitze seien nicht glaubwürdig. Die Gegner bevorzugen deshalb einen Konkurs mit geordnetem Weiterbetrieb des Spitals, weil dadurch für die Investoren ein höherer Rückfluss möglich sei. In einer Woche stimmen die Gläubiger über den Plan des Sachwalters und des Verwaltungsrats der GZO als Spitalbesitzerin ab. Die GZO mobilisiert Mitarbeitende für persönliche Telefonate mit Gläubigern. Ein internes Merkblatt verbietet Druck und Schuldzuweisungen, empfiehlt aber den Hinweis auf die benötigten Stimmen, den teilweisen Geldverzicht und mögliche Verzögerungen von Auszahlungen bei einem Konkurs.