Themen: Wirtschaft/Finanzen, Technologie, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
SBB Cargo gerät wegen ihres Umgangs mit dem Einzel-Wagenladungsverkehr unter Druck. In einer Anhörung der nationalrätlichen Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen zeigte sich laut Darstellung ein grosser Unmut in der Branche. Verlader kritisieren stark gestiegene Preise, Qualitäts- und Angebotsrückgänge, fehlende Kundenorientierung sowie neue Restriktionen. Besonders die 48-Stunden-Regel für Rangierleistungen erschwere Planung und Flexibilität, auch im Ganzzug- und kombinierten Verkehr. Unternehmen suchten deshalb vermehrt nach Möglichkeiten, Güter von der Schiene auf die Strasse zu verlagern; Investitionen würden schrittweise auf Lastwagen ausgerichtet. Nicht mehr bediente Anschlussgleise und Umschlagterminals verschärften die Lage. SBB Cargo weist die Kritik zurück und erklärt, der Beitrag vermische Fakten und Meinungen. Führende Kunden hätten Verträge verlängert. Migros habe einen Vertrag bis 2035 abgeschlossen. Die Neuausrichtung sei nötig, um den Schienengüterverkehr langfristig zu sichern.