Themen: Gesundheit, Umwelt
Regionen: International, Nordamerika
Interne Dokumente, die in einem Verfahren in Pennsylvania eingereicht wurden, legen laut Recherchepartnern nahe, dass Syngenta der US-Umweltbehörde EPA Daten zu Gesundheitsrisiken von Paraquat nicht gemeldet hat. Dazu zählen Untersuchungen zur Durchdringung von Kleidung und Schutzanzügen, zur Aufnahme über Haut und Blut sowie zur erhöhten Giftigkeit in Kombination mit Tensiden. Weitere Unterlagen betreffen mögliche Hirnschäden und einen Zusammenhang mit Parkinson. Syngenta bestreitet, Behörden wissentlich relevante Informationen vorenthalten zu haben, und verweist darauf, gesetzeskonform gehandelt zu haben. In den USA sind mehr als 10’000 Klagen im Zusammenhang mit Paraquat offen; 2021 zahlte Syngenta in einem Verfahren mindestens 187 Millionen Dollar. Die EPA überprüft das Pestizid und äussert sich nicht zu Spekulationen. Paraquat ist in rund 70 Ländern verboten, darunter seit 1989 in der Schweiz. Vermont will es Ende 2026 verbieten, weitere US-Bundesstaaten planen Einschränkungen. Syngenta kündigte an, die weltweite Produktion im Juni einzustellen; andere Hersteller dürfen es weiterhin verkaufen.