Themen: Innen-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Tessin
Die Verteidiger eines Italieners, eines Iraners und eines Belgiers haben vor dem Tessiner Strafgericht Freisprüche im Verfahren um einen mutmasslichen Anlagebetrug verlangt. Ein wohlhabender georgischer Geschäftsmann soll zwischen 2022 und 2023 rund 50 Millionen Franken verloren haben, nachdem er Geld über ein Geflecht mit Verbindungen nach Lugano, Dubai und Luxemburg in europäische Anlagen investieren wollte. Die Verteidigung des iranischen Angeklagten bezeichnete den Italiener als zentrale Figur und behauptete, ihr Mandant sei ebenfalls getäuscht worden. Die Anwältin des Italieners räumte unnötige Lügen ein, bestritt aber eine Absicht zur Veruntreuung: Die Investitionen seien nicht fingiert, sondern lediglich verantwortungslos gewesen. Auch der belgische Angeklagte beantragt Freispruch; sein Anwalt sieht ihn als spät hinzugezogenen Beteiligten ohne Kenntnis der mutmasslichen Geschädigten. Die Staatsanwaltschaft fordert bis zu siebeneinhalb Jahre Haft sowie Landesverweise. Das Urteil wird am kommenden Donnerstag erwartet.