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Perspektivenwechsel: Wer ist der Sonderfall?

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Perspektivenwechsel: Wer ist der Sonderfall?

Themen: Gesellschaft, Gleichstellung

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Pro Infirmis lanciert die Kampagne «Umdenken. Für uns Menschen» und fordert, Teilhabe konsequent von Beginn an für alle mitzudenken. Gemäss Inklusionsindex 2026 fühlen sich vier von fünf Menschen mit Behinderungen weiterhin stark ausgeschlossen. Die Fachorganisation kritisiert, dass inklusive Lösungen oft als zusätzliche Sondermassnahmen gelten und Menschen mit Behinderungen dadurch selbst zum Sonderfall gemacht würden. Direktorin Felicitas Huggenberger betont, Inklusion bedeute nicht den Aufbau von Sonderstrukturen, sondern eine Planung, die Grundbedürfnisse aller Menschen berücksichtigt. Die Kampagne dreht gängige Zuschreibungen um: Auf Plakaten werden Personen als «ohne Behinderung» bezeichnet. Eine Treppe erscheint damit als Sonderfall, weil sie nur für Menschen ohne Behinderung entworfen wurde. Erst ein zweites Sujet mit der schlichten Bezeichnung «Nachbarin» löst die Irritation auf und soll Erwartungen sowie Vorurteile sichtbar machen. In Videostatements verlangen die Protagonistinnen und Protagonisten selbstbestimmte gesellschaftliche Teilhabe statt Sonderlösungen.

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