Themen: Partei-Politik, Demokratie, Migration/Asyl
Regionen: International, Europa
Péter Magyar hat nach seinem Wahlsieg im April 2026 in Ungarn einen umfassenden politischen Kurswechsel eingeleitet. Die erste Pride nach Orbán konnte am 27. Juni in Budapest frei stattfinden, nachdem 2025 noch 200'000 Menschen ein Verbot missachtet hatten. Magyar will die Korruptionsstrukturen der Fidesz-Ära aufbrechen, die Befugnisse der Integritätsbehörde ausweiten und Stiftungen auflösen, über die Staatsvermögen an Fidesz-nahe Kreise geflossen sein sollen. Der Staat hofft auf 8,5 Milliarden Euro zurückgewonnenes Vermögen. Gegenüber der EU und der Ukraine lockerte Magyar Blockaden, erkennt die Ukraine als Opfer Russlands an und sucht engere europäische Zusammenarbeit. Er lehnt aber beschleunigte EU-Integration, Waffenlieferungen und einen Verzicht auf russisches Öl und Gas ab. Die restriktive Migrationspolitik bleibt bestehen. Auch bei LGBT+-Rechten wurden trotz neuer versöhnlicher Töne noch keine diskriminierenden Gesetze aufgehoben.