Themen: Gesundheit, Umwelt
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Baselland hat gemeinsam mit dem Bauernverband beider Basel sämtliche Milchproduzentinnen und -produzenten der Region zu einem freiwilligen PFAS-Monitoring eingeladen. In 31 von 204 Milchproben, entsprechend 15 Prozent, erreichten oder überschritten die Messwerte den EU-Richtwert für PFOS. Für PFAS in Milch bestehen in der Schweiz keine gesetzlichen Höchstwerte. Die betroffene Milch darf deshalb weiterhin abgegeben, verarbeitet und konsumiert werden. Betriebe können jedoch eine Nachmessung veranlassen. Wird die Belastung bestätigt, sollen Ursachen zusammen mit Fachstellen freiwillig abgeklärt und Massnahmen zur Senkung der Werte entwickelt werden. Die Regierung von Baselland bezeichnet die Resultate als national durchschnittlich. Neben dem jüngst verabschiedeten nationalen PFAS-Aktionsplan richtet der Kanton eine direktionsübergreifende Arbeitsgruppe ein. Sie soll Wissen aufbauen, Belastungen früh erkennen, kantonale Grundlagen und Massnahmen koordinieren sowie Betroffenen als Anlaufstelle dienen. PFAS sind langlebige synthetische Chemikalien, die sich in Umwelt, Tieren und Menschen anreichern können.