Themen: Wirtschaft/Finanzen, Technologie, Ungleichheit
Regionen: International, Europa
Philippe Aghion wirbt für eine gezielte europäische Industriepolitik, um Innovation voranzutreiben. Der Wirtschaftsnobelpreisträger von 2025 erläutert anlässlich eines Besuchs an der Universität Zürich seine Forschung zur kreativen Zerstörung. Diese hilft nach seiner Einschätzung, Mechanismen des technologischen Fortschritts zu verstehen, darunter die Entwicklung künstlicher Intelligenz. Im Gespräch behandelt der Professor am Collège de France auch die wirtschaftlichen Herausforderungen Frankreichs. Besonders besorgt ist er über die blockierte soziale Mobilität und die zunehmende Armut im Land. Aghion warnt zudem, ein Sieg des Rassemblement national bei den französischen Präsidentschaftswahlen hätte für Frankreich und Europa wirtschaftlich verheerende Folgen. Seine Überlegungen verbinden Innovationsförderung mit der Frage, wie Europas Wirtschaft auf technologische Umbrüche und gesellschaftliche Ungleichheit reagieren soll.