Themen: Klima&Energie, Wissenschaft, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Eine Studie des ZHAW-Departements Life Sciences und Facility Management in Wädenswil beziffert das theoretische Potenzial von Agri-Photovoltaik in der Schweiz auf 113 Terawattstunden pro Jahr. Voraussetzung ist ein Mindestabstand von 300 Metern zu einem möglichen Einspeisepunkt ins Stromnetz. Die Menge entspreche beinahe dem Doppelten des Schweizer Strombedarfs der vergangenen Jahre. Tatsächlich liefern Agri-PV-Anlagen bislang erst 0,1 Prozent der Stromproduktion. Laut Jürg Rohrer, Professor für Erneuerbare Energien und Co-Autor des Berichts, liegt das Problem nicht bei der Technologie, sondern bei Bewilligungen, bezahlbaren Netzanschlüssen und der Wirtschaftlichkeit. Die Studie nennt zudem unsichere Rentabilität, begrenztes Investitionskapital, Planungsunsicherheiten, hohe gesetzliche Anforderungen, Einschränkungen der Bewirtschaftung und fehlende lokale Akzeptanz. Anlagen könnten Kulturen vor Wind, Starkregen und Hagel schützen, vorgeschädigte Flächen zusätzlich nutzen und gegen Energiepreisschwankungen absichern. Mit passenden Vermarktungsmodellen sei eine Rendite von 5 Prozent möglich.