Themen: Umwelt, Klima&Energie, Leben
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Späte Sommer- und Augustregen könnten der Pilzsaison 2026 nach der bisherigen Trockenheit noch einen Schub geben. Laut Marionna Schlatter von der Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane der Schweiz sind die Bedingungen regional sehr unterschiedlich: In Lagen zwischen 1000 und 1500 Metern wird eher eine gute Saison erwartet, im Unterland eine unterdurchschnittliche. Pilze benötigen Feuchtigkeit und kühlere Nächte; einzelne Regentage genügen oft nicht für die Bildung sichtbarer Fruchtkörper. Trockenheit setzt auch dem Myzel zu, das sich erst langsam regeneriert, weshalb Pilze trotz Herbstregen verspätet und weniger zahlreich erscheinen können. Arten mit Bindung an Bäume leiden zudem unter gestressten Buchen, während südlichere Arten nach Norden wandern. Die Saison verschiebt sich seit Jahren in den Spätherbst und kann bis zum ersten Frost im November dauern. Pilzzuchten gelten als ökologische Ergänzung. Selbst gesammelte Pilze sollen amtlich kontrolliert werden; vor Smartphone-Scannern wird wegen schwerer Vergiftungen gewarnt.