Themen: Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik, Krieg&Frieden
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
21 Unternehmen aus Luzern und Zug erscheinen im Rüstungsreport der WOZ als Empfänger von Bewilligungen für Rüstungsexporte; eines davon besteht inzwischen nicht mehr. Die Datenbank erfasst Kriegsmaterial, Dual-Use-Güter und Überwachungstechnologie, bildet wegen Generalausfuhrbewilligungen und einer Erfassungsgrenze von 100’000 Franken aber nur einen Teil der tatsächlichen Ausfuhren ab. Für neun lokale Firmen sind für 2024 Bewilligungen von insgesamt 176 Millionen Franken und für 2025 von rund 95 Millionen Franken verzeichnet, überwiegend für die Ruag-Gruppe. Ohne Ruag lagen die Summen bei fast 1,5 respektive 2,3 Millionen Franken. Während Luzerner Firmen vor allem Waffen und Munition ausführen, finden sich in Zug mehrere Anbieter von Überwachungstechnik. Die geplante Lockerung des Kriegsmaterialgesetzes soll Ausnahmen für Partnerstaaten in Konflikten ermöglichen. Befürworter verweisen auf die Wettbewerbsfähigkeit, Gegner auf weniger Kontrolle über Weitergaben Schweizer Waffen.