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«Pogrome gegen schutzlose Zivilisten»

Journal21
«Pogrome gegen schutzlose Zivilisten»

Themen: Krieg&Frieden, Geopolitik

Regionen: International, Westasien

Militante israelische Siedler haben nahe Qusra im Norden des Westjordanlands ein palästinensisches Haus angegriffen und sich darin verbarrikadiert. Am selben Tag verletzten maskierte Siedler ein NBC-Team sowie eine Palästinenserin; weitere Arbeiter wurden mit Pfefferspray attackiert. Die israelische Armee meldete Einsätze gegen Zusammenstösse und vorübergehende Festnahmen von Palästinensern, erwähnte jedoch keine festgenommenen israelischen Angreifer. Premier Benjamin Netanjahu und Präsident Isaac Herzog verurteilten die Gewalt, während Netanjahu weiterhin von einer kleinen Zahl Randalierender spricht. Laut OCHA wurden bis Ende Juli mehr als 1’300 Fälle von Siedlergewalt registriert; seit Januar 2023 seien 5’900 Palästinenserinnen und Palästinenser aus 107 Gemeinschaften vertrieben worden. Yesh Din zufolge endeten lediglich drei Prozent der untersuchten Fälle mit vollständigen oder teilweisen Verurteilungen. Menschenrechtsgruppen und Fachleute bezeichnen die zunehmend systematische Gewalt teils als pogromähnlich. Der geplante Ausbau des E1-Gebiets östlich von Jerusalem stösst international auf Kritik.

Journal21

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