Themen: Umwelt, Gesundheit, Klima&Energie
Regionen: International, Südostasien
Wiederkehrender Rauch aus Indonesien belastet Singapur, Malaysia und weitere Teile Südostasiens seit den 1990er-Jahren. Tan Yi Han erlebte 1997 in Singapur eine besonders schwere Smogepisode, bei der die Luftverschmutzung mehrere Monate anhielt und Spitalbesuche um 30 Prozent stiegen. Jahre später reiste er als Freiwilliger des malaysischen Global Environment Centre nach Riau auf Sumatra. Dort sah er ausgebrannte Torfmoore, die für die landwirtschaftliche Nutzung und insbesondere für Palmölplantagen absichtlich trockengelegt und angezündet worden waren. In einem Dorf traf er eine Familie, deren Tochter Atemwegsprobleme hatte und deren Plantage verbrannt war. Diese Begegnung veränderte seinen Blick auf die als Waldbrände bezeichneten Feuer. Die Weltgesundheitsorganisation führt jährlich rund sieben Millionen Todesfälle auf Luftverschmutzung zurück. Besonders betroffen ist der asiatisch-pazifische Raum. Neben Industrie, Verkehr und Kohlekraftwerken verstärken in Südostasien die Brände für die Palmölproduktion die Belastung.