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Pour une enfance loin des smartphones

lecourrier.ch

Themen: KI/Digital, Gesellschaft, Leben

Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt

Nigel Lindup hält den Entwurf zur Regulierung sozialer Netzwerke für unzureichend, um Minderjährige in der Schweiz zu schützen. Er kritisiert, dass das Vorhaben Risiken wie KI-generierte Nacktbilder, Cybergrooming, Missbrauchsdarstellungen, Sextortion und Suizidgefahr nicht ausdrücklich behandle. Als Hinweise auf die Gefährdung nennt er Tausende Verfahren gegen grosse Technologieunternehmen in den USA, die Rekrutierung Jugendlicher durch kriminelle Gruppen in Schweden sowie Angaben von Kinderschutz.ch: Ein Kind erhalte im Schnitt nach 90 Sekunden eine sexuelle Nachricht eines Erwachsenen, und nur 39 Prozent der Jugendlichen fühlten sich online sicher. Lindup sieht das persönliche Smartphone als zentralen Zugang zu dieser digitalen Erwachsenenwelt. Elternkontrollen seien kompliziert und leicht zu umgehen. Die Initiative Enfance sans smartphone schlägt deshalb Elternvereinbarungen innerhalb einer Schulklasse vor, um das Alter für das erste Smartphone gemeinsam anzuheben. Damit solle der soziale Druck des Arguments, alle anderen hätten bereits ein Gerät, vermindert werden. Laut Lindup warten in der Schweiz bereits fast 2000 Familien auf eine solche Unterstützung.

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