Themen: Klima&Energie, Technologie, Ukraine Krieg
Regionen: International, Russland/Eurasien, Europa
Hitzewellen und sinkende Flusspegel setzen Europas Stromversorgung unter Druck. Gas-, Kohle- und Atomkraftwerke benötigen genügend Wasser zur Kühlung und müssen ihre Leistung drosseln, wenn erwärmtes Kühlwasser Flüsse und Fischbestände gefährdet. In Ungarn stand das Kernkraftwerk Paks im August wegen des niedrigen Donaupegels beinahe vor der Abschaltung; Budapest führte bereits Stromsparmassnahmen ein. Auch Rumänien ist betroffen. Frankreich schaltete im Juli drei seiner 57 Reaktoren ab und senkte die Leistung von sieben weiteren, was die Stromproduktion um 9 Prozent verringerte. Zugleich stieg der Verbrauch während der Junihitze um 20 Prozent. Weniger französische Exporte erhöhen Preise in Europa. Ukrainische Atomkraftwerke blieben laut Energoatom und der Ukrainischen Nukleargesellschaft trotz russischer Angriffe ohne hitzebedingte Einschränkungen in Betrieb. Geschlossene Kühlkreisläufe, Reservoirs und Kühltürme machen sie weniger abhängig von Flusswasser.