Themen: Gesellschaft, Bildung, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Schweizer Kitas leiden laut Berichten von Mitarbeitenden unter Personalmangel, hoher Fluktuation und finanziellem Druck, obwohl Eltern je nach Kanton bis zu 3000 Franken monatlich bezahlen. Praktikantinnen und Lernende übernehmen demnach teils früh grosse Verantwortung, während ausgebildetes Personal fehlt. Eine ehemalige Praktikantin aus Winterthur schildert Unterbesetzung und unzureichende Verpflegung; eine Lernende aus einer Basler Kitakette kritisiert Überlastung und sehr tiefe Lehrlingslöhne. Gemäss einer Umfrage von Kibesuisse hatten 2022 95 Prozent der Kitas mindestens eine offene Stelle. Im Kanton Zürich werden rund 95 Prozent der Einrichtungen privat betrieben, darunter grosse und teils von Private-Equity-Anlegern finanzierte Ketten. Mitarbeitende in Zürich streben einen Gesamtarbeitsvertrag an, wobei insbesondere die Löhne umstritten sind. Der Branchenverband verweist seinerseits auf eine unzureichende Finanzierung und den Konflikt zwischen Qualität und Kostendruck.