Themen: Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft, Innen-Politik
Regionen: International, Europa
Lastwagenfahrer protestieren in Süditalien seit Freitag gegen hohe Treibstoffpreise und haben Lieferketten schwer beeinträchtigt. Die Regierung von Giorgia Meloni will Hilfen für das Transportgewerbe und die Landwirtschaft beschliessen; zugleich lässt das Innenministerium Beteiligte an illegalen Strassenblockaden identifizieren und anzeigen. Medienangaben zufolge wurden 1339 Personen identifiziert, 71 angezeigt und 242 administrativ sanktioniert. In Sizilien und Kalabrien sind die Blockaden inzwischen ausgesetzt, doch nach fünf Tagen ohne Lebensmittelanlieferungen bleiben Regale in mehreren südlichen Regionen leer. Betroffen sind insbesondere verderbliche Waren wie Fleisch, Früchte, Frischmilch und Mineralwasser; auch Benzin und Diesel fehlen. In Kampanien und Apulien melden Unternehmen erhebliche Probleme, Restaurants mussten schliessen und in Kalabrien werden Stahl und Bitumen knapp. Die Bürgermeister von Neapel und Bari verlangen vor dem für den 27. Oktober geplanten Gespräch mit den Transporteuren einen rascheren Austausch mit dem Verkehrsministerium.