Themen: KI/Digital, Gesundheit
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Dargebotene Hand will die hohe Nachfrage nach Online-Beratung mit einem KI-Chatbot auffangen. Wenn bei einer Chatanfrage nicht sofort eine Beratungsperson erreichbar ist, soll der Chatbot das Warten ersetzen und einen Austausch ermöglichen. Bei der telefonischen Beratung nimmt weiterhin immer ein Mensch ab. Das zusätzliche Angebot könnte insbesondere jüngeren Menschen den Zugang erleichtern, weil der erste Kontakt mit künstlicher Intelligenz möglicherweise weniger Hemmungen auslöst als ein Gespräch mit einer fremden Person. Datenschutzbedenken richten sich gegen frei zugängliche oder cloudbasierte Chatbots: Nutzende könnten persönliche Informationen über sich oder andere preisgeben. SP-Grossrätin Amina Trevisan warnt zudem davor, KI als Ersatz für menschliche psychologische Beratung einzusetzen. Ein Chatbot könne zwar empathische Gespräche simulieren, aber keine echte Beziehung aufbauen, keinen umfassenden Kontext erfassen und nicht gezielt nachfragen. KI dürfe daher nicht als Sparmodell dienen, wenn dadurch weniger in menschliche Beratung investiert werde.