Themen: Wirtschaft/Finanzen, Innen-Politik
Regionen: International, Europa
Frankreichs jährliches Staatsdefizit übersteigt 150 Milliarden Euro und damit fünf Prozent des Bruttoinlandprodukts. Zugleich zählt das Land laut der Kolumne bei Abgaben und öffentlicher Verschuldung zu den Spitzenreitern. Dennoch protestieren Schülerinnen und Schüler gegen fehlende Lehrkräfte und den schlechten Zustand ihrer Schulen. Öffentliche Dienste fordern mehr Mittel, Bürgerinnen und Bürger mehr Kaufkraft. Der Staat schöpfe bereits nahezu die Hälfte des nationalen Wohlstands ab und könne die Erwartungen trotzdem nicht erfüllen. Weitere Ausgaben und Steuererhöhungen könnten nach Ansicht des Autors die Kaufkraft der Mittelschicht schwächen, Investitionen bremsen und Unternehmen zur Abwanderung bewegen. Damit drohten geringeres Wachstum, enttäuschende Einnahmen und anhaltende Defizite.