Themen: Gesellschaft, Migration/Asyl
Regionen: International, Nordamerika
William Mawwin, ein 33-jähriger Sudanese, lebt in Phoenix, Arizona, und besucht einen Geologiekurs. Er trägt eine alte rechte Armprothese, an seiner linken Hand fehlen vier Finger; Narben von Schlägen, Verbrennungen, Messerverletzungen und Hauttransplantationen bedecken seinen Körper. Eine neue Prothese oder die Reparatur seines beim Fahrzeugtest durchgefallenen Vans kann er sich nicht leisten. Er finanziert sein bescheidenes Leben mit einem bundesstaatlichen Pell Grant und einer Invalidenrente, hat jedoch teilweise Mühe, die Miete fristgerecht zu zahlen. Schulfreie Tage wecken bei ihm Erinnerungen an Exil und belastende Gedanken. Die Autorin begegnete ihm 2005 bei einer Spendensammlung für das Lost Boys Center in Phoenix. Damals sprach er kaum Englisch, war zurückhaltend und hatte seine Geschichte niemandem erzählt. Später nannte er sie «Mutter» und vertraute ihr seine Geschichte als Überlebender an.