Themen: Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Raiffeisen Schweiz hat die Kündigungen im angekündigten Abbau von 180 Stellen bereits an betroffene Mitarbeitende verschickt. Der seit Jahresbeginn amtierende CEO Gabriel Brenna hatte den Stellenabbau erst eine Woche zuvor bekannt gegeben. Ein Sprecher begründet die rasche Information damit, dass dies im Interesse der von Kündigungen betroffenen Personen liege. Für die Betroffenen gilt ein Sozialplan, den Raiffeisen nach eigenen Angaben vorgängig mit der Personalkommission und dem Schweizerischen Bankenpersonalverband vereinbart hatte. Die Vereinbarung deutet darauf hin, dass die Führung den Abbau schon vor der öffentlichen Ankündigung mit den Sozialpartnern vorbereitet hatte. Intern löst das Vorgehen hohe Wellen aus. Raiffeisen erzielte im ersten Halbjahr einen Gewinn von knapp 700 Millionen Franken. Dem Bericht zufolge trifft der Abbau besonders ältere Beschäftigte, denen die Führung das verlangte Tempo des Umbaus weniger zutraut. Dies steht im Kontrast zur betonten Wertschätzung von Erfahrung älterer Mitarbeitender.