Themen: Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Regula Berger, seit anderthalb Jahren CEO der Basler Kantonalbank, verteidigt das regionale und risikoarme Geschäftsmodell der BKB. Sie kritisiert breit gefasste Regulierungsvorhaben des Bundesrats im Nachgang zur CS-Krise, weil sie auch Kantonalbanken mit zusätzlichem administrativem Aufwand belasten könnten. Die auf die UBS zugeschnittenen Vorgaben beträfen die BKB dagegen nicht direkt. Strategisch will die Bank ihre Erträge stärker diversifizieren: Der Anteil von Handelsgeschäft sowie Kommissions- und Dienstleistungserträgen soll bis 2040 von heute rund 30 auf 50 Prozent steigen. Dazu setzt sie auf Vermögensverwaltung, Vorsorgeberatung, digitale Angebote und die Tochter Bank Cler. Berger hält zugleich an physischen Filialen fest. Bei Nachhaltigkeit verweist sie auf ein Finanzierungsvolumen von über 2,3 Milliarden Franken und auf Gespräche mit Firmen über emissionsärmere Investitionen. Die BKB finanziere zudem Wohnbaugenossenschaften und habe einen Social Bond für günstigen Wohnraum lanciert.