Themen: Umwelt, Leben
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Drei Rinder sind am 9. September beim Alpabzug ins Kiental rund 30 Meter tief in die Griesschlucht gestürzt und verendet. Weil die Kadaver im Wasser eine Verunreinigung hätten verursachen können, alarmierte der Bauer die Rega. Eine Bergung aus der Luft war wegen Felsüberhängen und gespannter Kabel im Tal zunächst unmöglich. Canyoning-Spezialisten der Alpinen Rettung Schweiz seilten sich deshalb in die enge, verwinkelte Schlucht ab. Ein Tier lag bereits im Bachbett unterhalb eines Wasserfalls, zwei weitere befanden sich in einem Becken in der Schlucht. Mit einem wassergefüllten Zugbeutel, Seilen und einem Flaschenzug bewegte das Team die 500 bis 700 Kilogramm schweren Tiere weiter. Am zweiten Einsatztag unterbrach ein privates Wasserkraftwerk nach Absprache kurz den Betrieb. Schliesslich spülten die Retter alle Kadaver ins Tal, wo ein Rega-Helikopter sie trotz hohem Wasserstand und tiefer Nebelgrenze zur Strasse flog. Von dort erfolgte die fachgerechte Entsorgung.