Themen: Partei-Politik
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Remo Oser hat sich an der Nominationsversammlung der Baselbieter Mitte am 21. Oktober mit 90 zu 48 Stimmen gegen Parteipräsident Simon Oberbeck durchgesetzt. Der Röschenzer Regionalpolitiker brachte rund 30 Unterstützende aus dem Laufental mit und überzeugte Medienbeobachter mit seinem Auftritt. Seine überraschende Nomination stellt das geplante bürgerliche Viererticket für die Regierungswahl vom 11. April 2027 infrage: SVP-Präsident Peter Riebli hält Oser für zu links. FDP und SVP wollen den Kandidaten zunächst mit einem Fragebogen prüfen. Der Kommentar sieht darin ein Risiko für die bürgerliche Zusammenarbeit. Falls Oser ausgeschlossen würde, könnte die Mitte ihrerseits die Unterstützung für den bisherigen SVP-Regierungsrat Matthias Liechti verweigern. Oser wird dem christlich-sozialen Parteiflügel zugerechnet; seine Mobilisierungskraft und Kampfbereitschaft könnten ihm helfen, den Sitz des abtretenden Finanzdirektors Anton Lauber zu verteidigen. Der unterlegene Oberbeck soll ihn als Parteipräsident in den Wahlkampf führen.