Themen: Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Im Restaurant des Kongresshauses Zürich warten Mitarbeitende seit Wochen auf Trinkgelder von insgesamt rund 15'000 Franken. Die letzte Ausschüttung erfolgte im Juni; im Juli und August blieb das Kongresshaus geschlossen. Ende August und Ende September erhielten die Beschäftigten ebenfalls keine Auszahlung. Nach einer Anfang Jahr eingeführten Regelung werden Trinkgelder gleichmässig unter allen Mitarbeitenden verteilt. Zuvor behielten Kellnerinnen und Kellner ihre individuellen Trinkgelder, während die Küchencrew davon nicht profitierte. Der Systemwechsel sollte diese Unterschiede ausgleichen und brachte laut Darstellung mehreren Hundert Franken pro Person und Monat. Auch Praktikantinnen und Praktikanten mit tiefen Löhnen warten auf ihren Anteil. Michel Loris-Melikoff, CEO der Kongresshaus Zürich AG, bezeichnet das Zurückbehalten der Trinkgelder als Fehler und sagt, daran werde gearbeitet.