Themen: Kultur/Feuilleton
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Andreas Storm erzählt in «Fat Man Dancing» von einer Kindheit im Bremen-Vegesack der Sechzigerjahre und seiner Suche nach einem eigenen Platz. Der Vater trinkt, die Mutter zieht sich zurück, die Schwester verlässt früh das Elternhaus. Ihre Platten und der zurückgelassene Fernseher eröffnen ihm eine Welt aus Musik, Tanz und Unterhaltung. Später führen ihn Schauspielschule und Subkultur nach Zürich, wo er sich freier entfalten kann, aber auch mit Körperkult und der kommerziellen Partyszene ringt. Er wird DJ; das Tanzen bleibt für ihn Sinnbild der Beweglichkeit und Zuflucht. Die Besprechung würdigt das Spiel mit Körperbildern und die zahlreichen eingestreuten Zitate. «Fat Man Dancing» läuft bis zum 8. November im Zürcher Fabriktheater.