Themen: KI/Digital, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Kryptokriminelle sollen Revolut über Monate hinweg mit Anfragen nach Kundendaten getäuscht haben. Laut Financial Times nutzten sie einen kompromittierten Mailserver italienischer Behörden, um sich als Strafverfolger auszugeben. Sie verlangten Informationen über bestimmte Revolut-Kundinnen und -Kunden mit Digitalwährungen. Die Neobank übermittelte die Daten offenbar in der Annahme, es handle sich um legitime behördliche Anfragen. Die Täter fordern drei Millionen Dollar Lösegeld. Betroffen sind laut dem Bericht rund 680 Kundinnen und Kunden, wobei die Mehrheit aus der Schweiz und Frankreich stammt. Zudem sollen Daten von Personen aus 31 weiteren, überwiegend europäischen Ländern offengelegt worden sein, darunter Grossbritannien, Deutschland und Spanien. Der Vorfall betrifft einen Markt, den Revolut gleichzeitig ausbauen will: Das Unternehmen kündigte Investitionen von 150 Millionen in der Schweiz an und strebt eine eigene Finma-Lizenz an.