Themen: Partei-Politik, Demokratie
Regionen: International, Westasien
Nach der israelischen Parlamentswahl verfügen weder Benjamin Netanjahus Block noch die jüdische Opposition allein über die nötigen 61 Sitze. Zusammen mit den arabischen Parteien erreicht die Opposition 67 Mandate, Netanjahus Lager kommt auf 53. Die Beteiligung arabischer Israelis lag bei fast 80 Prozent; Ra’am und die Vereinte Liste gewannen zusammen 19 Sitze. Ra’am-Chef Mansur Abbas strebt eine Regierungsbeteiligung an, während Jusef Dschabarin von der Vereinten Liste Unterstützung von aussen anbietet. Bisher befürwortet jedoch nur Yair Golan von den Demokraten ausdrücklich eine Partnerschaft. Herausforderer Gadi Eisenkot kündigte eine «zionistische Regierung» an. In Tel Aviv demonstrierten Tausende für eine jüdisch-arabische Koalition. Unterdessen wies die Wahlkommission Betrugsvorwürfe des Likud zurück. Präsident Jitzchak Herzog soll einen Kandidaten mit der Regierungsbildung beauftragen.