Themen: Wirtschaft/Finanzen, KI/Digital
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Nordamerika
Schweizer Pensionskassen finanzieren über ihre Anlagen den Boom von US-Tech- und KI-Unternehmen mit. Von den über 1200 Milliarden Franken Vorsorgevermögen ist fast ein Drittel in Aktien angelegt; zwei Drittel dieser Aktienanlagen liegen im Ausland, wobei US-Titel den grössten Anteil ausmachen. Nach einer Schätzung von PPCMetrics entfallen im durchschnittlichen Aktienportfolio 2,7 Prozent auf Nvidia, 2,5 Prozent auf Microsoft, 2,2 Prozent auf Apple, 1,5 Prozent auf Amazon und 1,1 Prozent auf Meta. Diese fünf Titel machen damit elf Prozent des Aktienportfolios aus. Würden sie bei einer KI-Blase um 30 Prozent fallen, ergäbe sich ein Verlust von fast 12 Milliarden Franken. Die Konzentration entsteht vor allem durch passive, nach Marktkapitalisierung gewichtete Indexanlagen. Ethos fordert deshalb ein Umdenken. Die Personalvorsorgekasse der Stadt Bern reduziert seit Mai ihre Aktienquote, während die Pensionskasse der Stadt Zürich an der Marktkapitalisierungsgewichtung festhält und auf Diversifikation verweist.