Themen: Innen-Politik, KI/Digital, Gesellschaft
Regionen: International, Europa
Die Festnahme eines als mutmasslichen Förderer des «Movimento 17 ottobre» bezeichneten 30-Jährigen wirft Fragen zur Organisation des italienischen Protestnetzwerks auf. Gegen ihn laufen Ermittlungen wegen Anstiftung zu Straftaten, organisierter Gewalt bei Demonstrationen und Terrorismus; auch seine Ehefrau wird wegen gemeinsamer Anstiftung untersucht. Medien zufolge sollen beide Instagram- und Telegram-Seiten der Bewegung verwaltet haben. In einer Telegram-Chatgruppe kursierte ein Leitfaden mit Hinweisen zu Organisation, Ausrüstung, Erster Hilfe und Verhalten an Demonstrationen. Die Urheberschaft und der offizielle Status dieses Dokuments sind jedoch ungeklärt. Dem Mann wird zudem vorgeworfen, künstliche Intelligenz für die Kommunikation und Propaganda der Gruppe eingesetzt zu haben, ohne dass bekannt ist, welche Inhalte damit entstanden. Am 24. Oktober kam es in mehreren Städten zu Kundgebungen; in Rom, Bologna und Florenz wurden teilweise Zusammenstösse gemeldet.