Themen: KI/Digital, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Ein Kommentar zur Schweizer Medienbranche würdigt Roger Schawinskis Rolle beim Aufbau privater Radio- und Fernsehangebote, sieht die heutige Krise aber nicht allein bei Google, Meta und sozialen Medien. Sinkende Werbeeinnahmen folgten auch veränderten Nutzungsgewohnheiten und der besseren Messbarkeit digitaler Werbung. Klassische Verlage und Sender hätten zudem über Jahrzehnte Konkurrenz übernommen, Mantelredaktionen aufgebaut und zur Medienkonzentration beigetragen. Das Internet habe dieses Modell durch Anbieter ohne kostspielige Infrastruktur aufgebrochen. Kritisiert wird, dass traditionelle Radios Podcasts häufig wie lineare Sendungen behandelten, statt eigenständige Formate zu entwickeln. Radio 1 beziehe Nachrichten weitgehend von CH Media, obwohl Kooperationen kleiner Sender möglich seien. Der Autor verteidigt eine unabhängige SRG und deren Präsenz in sozialen Medien, lehnt aber direkte staatliche Hilfen für private Medien weitgehend ab. Sinnvoller sei die Förderung technischer Infrastruktur wie lokaler und regionaler DAB-Netze.