Themen: Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Swiss Life will ihr Asset Management auflösen und in der Schweiz 600 Mitarbeitende entlassen. Der Beitrag verbindet diesen Stellenabbau mit einer scharfen Kritik an Verwaltungsratspräsident Rolf Dörig, der bis Frühjahr 2027 im Amt bleiben will. Im Zentrum stehen die von ihm als CEO verantworteten Übernahmen des deutschen Strukturvertriebs AWD und von MLP. Swiss Life zahlte 2007 laut Beitrag 1,9 Milliarden Franken für AWD; Carsten Maschmeyer erhielt für seine Beteiligung an MLP weitere 270 Millionen. Maschmeyer wurde anschliessend in den Verwaltungsrat von Swiss Life gewählt. Fünf Jahre nach den Käufen sei innerhalb des Konzerns anerkannt worden, dass beide Gesellschaften zu teuer erworben worden seien. AWD wurde in Swiss Life Select umbenannt, nachdem sich der schlechte Ruf des Haustürvertriebs in Deutschland und Österreich gezeigt habe. Der Autor wirft Dörig vor, Warnungen ignoriert zu haben, betont aber, dass Verwaltungsrat und Generaldirektion die Transaktionen mitgetragen hätten. Weitere Ausführungen verknüpfen Maschmeyers Vertriebsnetz mit späteren Verlusten von Investoren um René Benko.