Themen: Technologie, Krieg&Frieden
Regionen: International, Nordamerika
Zwei interne Untersuchungen zum Absturz eines F-35B im September 2023 in South Carolina beurteilen den Schleudersitzentscheid des Piloten als nachvollziehbar. Nach übereinstimmenden Informationen erlitt das Flugzeug einen gravierenden elektrischen Defekt. Wesentliche Systeme fielen aus, darunter Bildschirme, Navigationshilfen und die Bedienung der Funkgeräte. Der Pilot konnte weder Fluglotsen noch seinen Kollegen um Rat fragen; ein Notschirm funktionierte nur teilweise. Bei Nullsicht, geringer Höhe und möglicher räumlicher Desorientierung sei die Situation besonders gefährlich gewesen. Das F-35B-Handbuch verlangt bei Kontrollverlust unter 6000 Fuss über Grund den Ausstieg. Die Untersuchungsgremien kamen zum Schluss, dass sich die meisten ähnlich erfahrenen F-35-Piloten ebenfalls katapultiert hätten. Eine dritte Untersuchung des Marinekommandos prüft vor allem, ob ein berufliches Fehlverhalten vorliegt. Am 31. Juli 2026 stürzte ein weiterer F-35B nahe San Diego ab; auch dort rettete sich der Pilot per Schleudersitz.