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Sanktionen treffen immer die Falschen: vor allem die Armen

Global Bridge
Sanktionen treffen immer die Falschen: vor allem die Armen

Themen: Wirtschaft/Finanzen, Geopolitik, Krieg&Frieden

Regionen: International, Russland/Eurasien, Europa

Die EU hat seit Februar 2022 21 Sanktionspakete gegen Russland verabschiedet; EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas kündigte ein weiteres Paket mit einer deutlich erweiterten Liste sanktionierter Personen, Unternehmen und Organisationen an. Der Kommentar bewertet diesen Wirtschaftskrieg kritisch und argumentiert, Sanktionen träfen vor allem einkommensschwache Bevölkerungsteile. Einschränkungen von Importen führten zu höheren Preisen für Treibstoff, Lebensmittel und andere Güter, während Wohlhabende diese Belastung leichter auffangen könnten. Als Beispiele nennt der Autor Kuba, die Krim, Belarus, Iran und Venezuela. Er verweist auch auf ausbleibende Überweisungen von Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten an ihre Familien sowie auf wirtschaftliche Folgen für touristische Kleinbetriebe. Zudem würden Sanktionen Gesellschaften polarisieren und betroffene Staaten näher an andere Grossmächte binden. Der Beitrag fordert von Befürwortern eine Erklärung, weshalb sie die politischen Ziele solcher Massnahmen für erreichbar halten.

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