Themen: Umwelt, CH-Politik, Demokratie
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Winterthur entscheidet am 27. September über den Gestaltungsplan und die Zonenplanänderung für den Ausbau der Abwasserreinigungsanlage Hard. Den Kredit von 276 Millionen Franken hatte die Stimmbevölkerung am 14. Juni deutlich angenommen. Die IG Fruchtfolgeflächen, ein Zusammenschluss von Winterthurer Bauern, ergriff jedoch das Referendum gegen die planerischen Grundlagen. Sie kritisiert, dass gerodeter Wald im Niederfeld auf wertvollen Fruchtfolgeflächen aufgeforstet werden soll. Die Stadt will einen grossen Teil der verlorenen Fruchtfolgeflächen mit einer Bodenaufwertung in der Bannhalde kompensieren, wo derzeit ein Installationsplatz für den Brüttenertunnel liegt. Auch diesen Standort lehnt die IG ab. Stadträtinnen Christa Meier und Martina Blum sowie Projektleiter Günther Rauchegger verteidigen die Vorlage als sorgfältig erarbeiteten Kompromiss. Bei einem Nein müsste das Projekt gestoppt und neu geplant werden; die Stadt rechnet mit mindestens drei Jahren Verzögerung und Mehrkosten in Millionenhöhe.