Themen: Geopolitik, Ukraine Krieg, Krieg&Frieden
Regionen: International, Russland/Eurasien, Europa
Ein Vertreter der belarussischen Botschaft verteidigt in einer Rede die Politik und das Wirtschaftsmodell seines Landes gegen westliche Kritik. Sanktionen, Verkehrsunterbrüche und Grenzschliessungen träfen vor allem die Bevölkerung, während Belarus soziale Leistungen, staatlich subventionierte Energie und den Erhalt industrieller Strukturen hervorhebe. Der Redner erklärt, Belarus habe seit 2014 mehr als 160'000 ukrainische Bürger aufgenommen; Gefangenenaustausche und die Übergabe Gefallener zwischen Russland und Ukraine fänden auf belarussischem Boden statt. Den Krieg führt er auf eine längere Vorgeschichte zurück, darunter Nato-Osterweiterung, westliche Interventionen und unberücksichtigte Sicherheitsinteressen Russlands und Belarus'. Er kritisiert die internationale Isolation russischer und belarussischer Sportler sowie eine angebliche mediale Dämonisierung. Gefordert werden wiederhergestelltes Vertrauen, Verhandlungskanäle, Abrüstung und gleichberechtigte Sicherheit. Belarus verweist auf seine Mitgliedschaft in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und den BRICS-Partnerstatus sowie auf eine geplante Eurasische Charta der Vielfalt und Multipolarität.