Themen: Kultur/Feuilleton, Leben
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Lektüre eines Buches über eine Hauskatze regt eine Katzenhalterin dazu an, über ihre eigene Katze Hazel nachzudenken. Im Buch erzählt die Katze Ilsebill aus ihrer Perspektive vom Alltag. Dem gängigen Klischee entsprechend nörgelt sie viel über die Inkompetenz und fragwürdigen Entscheidungen ihres menschlichen Personals sowie über einen Hund. Ilsebill behauptet sich dabei im Chaos einer vierköpfigen Familie. Diese Konstellation erinnert die Katzenhalterin in Teilen an ihren eigenen Haushalt, nur dass dort kein Hund lebt. Sie fragt sich daraufhin, worüber Hazel sprechen würde, könnte sie reden. Dass Hazel ununterbrochen klagen würde, hält sie nicht für selbstverständlich. Sie stellt sich vielmehr ein Gespräch vor, in dem beide Seiten zahlreiche Fragen hätten. Ein solcher Austausch könnte auch helfen, Missverständnisse zwischen Mensch und Tier zu klären. Die Überlegung verschiebt den Blick von der stereotypen nörgelnden Katze hin zu einer Beziehung, in der gegenseitige Wahrnehmungen und offene Fragen Platz haben.