Prometheus: Der unabhängige Medienspiegel der Schweiz

Seite wird geladen …

Zum Inhalt springen
Zurück zur Übersicht

Schulterschmerzen: MRI kann auf die falsche Fährte führen

Infosperber
Schulterschmerzen: MRI kann auf die falsche Fährte führen

Themen: Gesundheit, Wissenschaft

Regionen: International, International Unbestimmt

Eine finnische Studie mit 602 Erwachsenen zeigt eine schwache Übereinstimmung zwischen Schulterbeschwerden und MRI-Befunden. Von 1204 untersuchten Schultern waren 1076 schmerzfrei, doch bei 96 Prozent davon fanden Radiologen Auffälligkeiten. Dazu gehörten 537 partielle Sehnenrisse, 427 Tendinopathien und 75 komplette Sehnenrisse. Bei den 128 Schultern mit Schmerzen entdeckten sie in 98 Prozent der Fälle Auffälligkeiten. Von 96 diagnostizierten kompletten Sehnenrissen lagen 75 in schmerzfreien Schultern. Die Studienautoren vergleichen solche strukturellen Veränderungen teils mit normalen Alterserscheinungen und raten zu zurückhaltenderen Formulierungen in Arztberichten. Ein MRI-Befund allein belegt demnach nicht die Ursache von Schmerzen. Wahrscheinlicher ist ein Zusammenhang bei eindeutig traumatischem Schaden sowie bei akutem Kraftverlust oder anhaltenden Funktionseinbussen. An der Studie nahmen ausschliesslich 41- bis 76-Jährige teil. In der Schweiz wurden 2024 76'817 MRI-Untersuchungen von Schultern oder Oberarmen durchgeführt.

Infosperber

Zum Originalartikel