Themen: Umwelt, Gesundheit, Wissenschaft
Regionen: International, Europa
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit Efsa hat die als sicher geltende tägliche Aufnahme von Trifluoracetat (TFA) von 0,05 auf 0,014 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht gesenkt. Zudem legte sie eine akute Referenzdosis von 0,07 Milligramm fest. TFA ist gut wasserlöslich, findet sich in Trink- und Oberflächenwasser sowie in wasserhaltigen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse und Wein. Die langlebige PFAS-Chemikalie nimmt in der Umwelt kontinuierlich zu. Ausschlaggebend für die Neubewertung waren Tierversuche, in denen bereits kleine Dosen Schilddrüsenhormone beeinflussten. Weitere Befunde betreffen mögliche Leberschäden, Fehlbildungen, verminderte Spermienqualität sowie Auswirkungen auf Fortpflanzung und Entwicklung. Ob TFA langfristig Krebs auslöst oder das Immunsystem beeinflusst, bleibt offen. Praktische Folgen haben die Einstufungen bislang nicht. Sie könnten aber die Regulierung von Pestiziden beeinflussen, die neben Kältemitteln eine wichtige TFA-Quelle sind. Die Schweiz will eine künftige EU-Regelung voraussichtlich übernehmen.