Themen: Wirtschaft/Finanzen, Ungleichheit
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Schweiz liegt laut einem kaufkraftbereinigten Vergleich der Internationalen Arbeitsorganisation bei Mindestlöhnen mit 3'804 US-Dollar pro Monat an der Spitze. Die Berechnung berücksichtigt unterschiedliche Preisniveaus mittels Kaufkraftparität und soll deshalb die reale Kaufkraft besser vergleichen als nominale Löhne. Deutschland folgt mit 2'928 Dollar, Grossbritannien mit 2'902 und die Niederlande mit 2'876 Dollar. Die Zahl ist jedoch nur eingeschränkt als Schweizer Mindestlohn zu verstehen, weil es keinen landesweiten gesetzlichen Mindestlohn gibt. Eigene kantonale Mindestlöhne bestehen in Genf, Basel-Stadt, Jura, Neuenburg und Tessin. Genf hat mit 24.59 Franken pro Stunde den höchsten Wert, Tessin mit 20 Franken den niedrigsten. In den übrigen Kantonen können Gesamtarbeitsverträge branchenspezifische Lohnuntergrenzen festlegen. Der Vergleich basiert somit auf regionalen Schweizer Lohnuntergrenzen und nicht auf einem nationalen Mindestlohn.