Themen: Leben, Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Wohneigentumsquote in der Schweiz liegt laut Beitrag bei 36 Prozent und damit unter jener zahlreicher europäischer Länder. Als historische Ursache wird genannt, dass Stockwerkeigentum bis 1965 ausser im Wallis zivilrechtlich nicht vorgesehen war und in der Nachkriegszeit vor allem Mietwohnungen entstanden. Der Autor kritisiert, der Bund erfülle seinen Verfassungsauftrag zur Wohneigentumsförderung ungenügend. Die FDP fordert lockerere Tragbarkeitsvorschriften. Käufer müssen heute eine zweite Hypothek über 67 Prozent Belehnung innerhalb von 15 Jahren oder bis zur Pensionierung amortisieren; zudem wird mit einem kalkulatorischen Zins von fünf Prozent gerechnet. Dies erschwere besonders jüngeren Haushalten den Erwerb. Die Nationalbank sehe Risiken vor allem bei Renditeliegenschaften institutioneller Investoren, doch Eigenheimkäufer würden gleich streng reguliert. Als mögliche Alternativen nennt der Beitrag Mietkauf, dänische Andelsboliger und private Housing Bonds, die den Übergang von Miete zu Miteigentum erleichtern könnten.