Themen: Umwelt, Gesellschaft
Regionen: International, Südamerika
Ausserordentliche Schneefälle haben am 19. August 2026 das bolivianische Altiplano schwer getroffen. Nach Angaben des stellvertretenden Zivilschutzministers Roberto Rivero sind mehr als 26’000 Familien in über 300 Gemeinden von den Schneestürmen betroffen. Besonders stark leidet die Region Potosí, für die ein regionaler Notstand ausgerufen wurde. In Uyuni wurden Tausende Menschen obdachlos oder mussten ihre Wohnorte vorübergehend verlassen. Sicherheitskräfte retteten Touristen, die in Hochgebirgsregionen festsaßen. Zehntausende Nutztiere, darunter Lamas und Kamele, sind wegen der Kälte und unterbrochener Futtertransporte gefährdet. Wichtige Verkehrsachsen im Hochland, insbesondere die Verbindungen nach Potosí und im Raum La Paz, wurden vorübergehend unpassierbar oder von meterhohem Schnee bedeckt. Dadurch kamen Transporte und die Versorgung vieler Orte zum Erliegen. Ein Traktor räumte die Passstrasse La Cumbre zwischen La Paz und El Alto, um den blockierten Verkehr wieder in Gang zu bringen. Auf der 4670 Meter hohen Passhöhe reagierte eine Aymara-Frau mit Humor auf die Schneemassen.