Themen: Gesellschaft, Gleichstellung, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Ein Kolumnist schildert den Wandel der Sprache über Homosexualität anhand eines schwulen Cousins und diskutiert, welche Begriffe er nach Rücksprache mit einem schwulen Bekannten für angemessen hält. Die Vielfalt von LGBTQIA+-Bezeichnungen empfindet er als kompliziert und zieht eine Grenze zwischen sexueller Orientierung einerseits sowie Transidentität, Queerness und weiteren Identitäten andererseits. Als Beispiele nennt er eine Formulierung der «NZZ am Sonntag» über AfD-Co-Chefin Alice Weidel und öffentliche Beschreibungen des Schweizer ESC-Siegers Nemo als nichtbinär und pansexuell. Kritisch bewertet er insbesondere die 2022 in Kraft getretene Änderung des Zivilgesetzbuchs: Transidente Personen können Geschlecht und Vornamen im Personenstandsregister für 75 Franken rasch ändern. Laut ihm wurde diese Möglichkeit bisher 3000-mal genutzt, in über 55 Prozent der Fälle von Personen unter 25 Jahren. Seine Cousine Fee, die Finn genannt werden möchte, lebt nicht in der Schweiz und hat diesen Schritt nicht vollzogen.